Delphine verpassen die große Sensation nur knapp

Hervorgehoben

Ingolstadt / Dachau

Am 09.06.2018 fand das 4. und damit das letzte und entscheidende
Aquaball-Turnier in Dachau statt. Mit dabei war die neu gegründete Mannschaft des SC Ingolstadt Delphin e.V. mit ihrem Trainer Johannes Hägler. Die Newcomer aus Ingolstadt mischten die Konkurrenz kräftig auf.

Bei den Deutschen Meisterschaften im Aquaball handelt es sich um eine Turnierserie von 4 Wettkämpfen, bei der die Gewinner – je nach Platzierung bei den einzelnen Turnieren – eine bestimmte Anzahl an Punkten erhalten. Wer am Ende der Saison die meisten Punkte erreicht hat, gewinnt die Meisterschaft.

Da Aquaball im Gegensatz zu Wasserball nicht nur vom persönlichen Einsatz und von besonders harten Würfen, sondern von taktischem Gespür und einem perfekten Zusammenspiel des Teams lebt, war lange nicht klar, welche Mannschaft den Wettstreit um das Siegertreppchen für sich entscheiden kann.  

Nach den jeweils 5. Plätzen in Soest und Werl und einem 4. Platz in Ahaus

traten die Delphine aus Ingolstadt im letzten Turnier am 09.06.2018 in Dachau an.
Es war eine Wasserschlacht der Superlative, die sich die 50 Jugendlichen aus ganz Deutschland lieferten.

Ausgesprochen fair, mitreißend ehrgeizig und angestachelt von den begeisterten Rufen von über 300 Zuschauer fochten die jungen Schanzer im eigens für den außergewöhnlichen Wettkampf vorbereiteten Nichtschwimmerbecken gegen ihre Mitstreiter.

Das Ziel der Ingolstädter war mit dem Einzug in das Halbfinale klar definiert, wollten Sie doch als „Newcomer“ in dieser Sportart auf Platz 3 der Deutschen Meisterschaft wandern.
Einfach sollte es nicht werden, wartete doch in der Gruppenphase kein geringerer als die Mannschaft des designierten Deutschen Jugendmeisters und Lokalmatadors aus Dachau.

Die Delphine lieferten sich ein überaus spannendes Duell gegen den Favoriten aus Dachau und hielten das Spiel lange offen. Erst zum Schluss

mussten sie sich dann doch mit 3-5 geschlagen geben.

Die Niederlage war jedoch schnell abgehakt. Im Anschluss folgte ein 4-2 Erfolg gegen Soest, dem direkten Konkurrenten im Rennen um Platz 3 der Deutschen Meisterschaft und dank einer enorm starken Leistung ein 11-3 gegen Hamburg.

Aufgrund einer Verletzung in den Reihen der Ingolstädter ging das Spiel gegen Werl unglücklich mit 4-5 an die Mitstreiter.

Jetzt musste genau gerechnet werden. Gleich 3 Mannschaften waren gleichauf, sowohl im Punkteverhältnis als auch im direkten Vergleich.

Am Ende entschied somit die Anzahl der geworfenen Tore, was leider für die eher defensiv spielenden Schanzer von Nachteil war.

Somit lautete das nächste Spiel für die Delphine:

Qualifikation für das finale Spiel um Platz 5.

Der Gegner war erneut die Mannschaft aus Hamburg. Erneut zeigten die Ingolstädter kein Erbarmen und fertigen die Hamburger mit 11-0 ab.

Im Finale um Platz 5 behielten die Delphine die Nerven und holten sich gegen Soest durch den 5-4 Erfolg weitere wichtige Punkte im Rennen um Platz 3 in der Deutschen Meisterschaft.

Am Ende der Turnierserie standen 17 von möglichen 40 Punkten auf dem Konto der Ingolstädter, die damit nur 1 einzigen Punkt hinter dem Bronzeteam aus Soest auf Platz 4 landeten.

Auch wenn die Sensation mit dem Sprung auf das Siegerpodest nur ganz knapp ausblieb, waren alle Spieler und auch der Trainer Johannes Hägler sich einig, dass sie als Neulinge in dieser Sportart mehr als nur mitgespielt haben. Die Mannschaft, die vor nicht einmal einem halben Jahr gegründet wurde, konnte den Mitstreitern durchaus Paroli bieten und ist sich sicher, dass dies erst der Anfang von etwas ganz Großem sein könnte.

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v. links: Presian Nikolov (14), Kevin Knauer (18), Viktor Heik (18),
Jonas Drieling (16), David Heik (14), William Stark (17), Balasz Viertl (18) und Trainer Johannes Hägler.

Delphine auch in Berlin erfolgreich

Sara Maria Krönert gewinnt Bronzemedaille bei den „Deutschen“

Ingolstadt / Berlin (KS)

Vom 29. Mai bis zum 02. Juni 2018 trafen sich die besten Nachwuchsschwimmer der Bundesrepublik einmal mehr in Berlin zum Wettstreit um die Deutschen Jahrgangsmeistertitel. Mit über 1.400 Teilnehmern aus mehr als Vereinen und diversen Trainern, Betreuern und Zuschauern platze die Europaschwimmhalle wie gewohnt 5 Tage lang aus allen Nähten. Auch 6 Athleten des
SC Delphin Ingolstadt – Sara Maria Krönert (2005), Emma Johanna Weiß (2004), Larissa Heinemann (2003), sowie Fabian Heinemann, Joshua Hollweck und Raphael Mooser (alle 2001) – war Dank herausragender Leistungen im Saisonverlauf die Qualifikation geglückt und so reisten sie bereits mit Trainern und Betreuern am Vortag des 1. Wettkampftages an, um sich bestmöglich auf das mehrtägige Spektakel vorzubereiten…

 

Nach mehrstündiger Autofahrt und erfolgreichem Bezug des Hotels, ging es bereits am Montag-nachmittag erstmalig ins Schwimmbad; zum einen um frühzeitig den formalen Akt der Akkreditierung zu erledigen, zum anderen um die müden und steifen Knochen nach der Anreise mit einem ersten Einschwimmen wieder in Schwung zu bekommen. Mit ein paar abschließenden Sprints tauchten die Delphine ca. 45 Minuten später wieder aus dem Getümmel des Wettkampfbeckens auf und machten sich bei immer noch fast hochsommerlichen Temperaturen jenseits der 30°-Marke auf den Weg zurück ins Hotel.

Dienstag, 29.05. – 1. Wettkampf-Tag – Vorläufe

Bereits um 07.00 Uhr machte sich das Ingolstädter Team nach gutem Frühstück wieder auf den Weg ins Schwimmbad, standen doch für sie ab 08.30 Uhr die Vorläufe über 100 Meter Freistil und Brust auf dem Programm. Nach deutlich besserem Einschwimmen im Vergleich zum Vortag konnte der Wettkampf dann auch wirklich beginnen.

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Als jüngster Delphin ging Sara Maria Krönert über 100 Freistil als erste Ingolstädterin an den Start; und auch wenn es für sie auf dieser Nebenstrecke nur galt gut in den Wettkampf zu kommen, war ihr die Nervosität sichtlich anzumerken. Nach guten ersten 50 Metern in 0:30,44, verpatzte Sara jedoch leider die Wende, und verfehlte am Ende in 1:03,32 nur knapp ihre persönliche Bestzeit; dennoch war dieses Ergebnis als absolut positiv zu werten, lag der Fokus in der Vorbereitung doch klar auf ihrer Hauptstrecke den 200 Meter Rücken.

Anders sah dies bei Larissa Heinemann aus, die als Freistilspezialisten gleich am ersten Tag eine ihrer Hauptstrecken im Programm hatte. Entsprechend war auch bei ihr die Anspannung groß. Nach guten ersten 50 Metern in 0:28,98, zündete Larissa aus der Wand heraus den Turbo, setzte sich vom restlichen Feld ab und gewann ihren Lauf in neuer persönlicher Bestzeit von 1:00,02. Auf Platz 20 der deutschen Bestenliste für die DJM qualifiziert, galt es jetzt abzuwarten, was die Konkurrenz in den folgenden Rennen im Stande war zu leisten. Doch Schwimmerin für Schwimmerin biss sich an Larissas Vorgabe die Zähne aus, so dass sie letztendlich auf Platz 7 liegend ihren ersten Finalstart bei der DJM buchte.

Seinen ersten und leider einzigen Start absolvierte auch Joshua Hollweck über 100 Meter Freistil, hatte er doch auf seiner eigentlichen Paradestrecke 200 Meter Rücken die Qualifikationszeit wiederholt knapp verfehlt. Für einen Mittelstreckler startete er mit sehr ordentlichen 0:26,62 auf der ersten Bahn ins Rennen, verpasste mit der zweitbesten jemals erreichten Zeit von 0:55,71 im Ziel jedoch hauchdünn die persönliche Bestzeit.

Mit einer Vorleistung von 0:54,95 reiste Sprintspezialist Fabian Heinemann nach Berlin und hatte sich als Ziel gesetzt, die 55-Sekunde-Marke bei der DJM ein zweites Mal in seiner Karriere zu knacken. Nach starken 0:25,95 auf der ersten Bahn, kämpfte Fabian, auf den letzten Metern sichtlich unter der Übersäuerung der Arme und Beine leidend, bravurös bis ins Ziel. Der Blick auf die Anzeigetafel sorgte dann für unglaubliches Staunen und Freude: in 0:53,86 hatte Fabian nicht nur die persönliche Bestzeit pulverisiert, sondern landete mit dieser Leistung auch auf einem hervorragendem 23. Platz unter 53 Teilnehmern.

Anschließend galt es für Emma Johanna Weiß ihre Form unter Beweis zu stellen. Auf den ersten 50 Metern in 0:37,08 fast noch etwas zurückhaltend agierend, gab auch sie aus der Wand heraus ordentlich Gas und verbesserte ihre eigene Bestmarke in 1:18,32 um eine gute halbe Sekunde. Mit dieser Leistung landete sie schlussendlich auf Platz 12 und verfehlte den Einzug ins Finale gerade einmal um 49 Hundertstel. Damit war der erste Wettkampfabschnitt für die Ingolstädter beendet und es ging zur Mittagspause zurück ins Hotel.

Dienstag, 29.05. – 1. Wettkampf-Tag – Finalläufe

Gut erholt machten sich Trainer Sascha Kuhls und Larissa bereits um 14.45 Uhr wieder auf den Weg ins Schwimmbad, um den Finalstart bestmöglich vorzubereiten. Doch nach nur 5 Stationen in der Straßenbahn bei ca. 45°Celsius – die Klimaanlage war ausgefallen – lief den beiden der Schweiß nur so runter und von Erholung war nicht mehr viel zu spüren. Im Bad angekommen, absolvierte Larissa also nicht nur einfach ein zweites Einschwimmen, sondern brachte damit den Körper auch wieder auf Normal-Temperatur. Danach galt es sich noch etwas zu erholen und die Nervosität im Zaum zu halten.

Um 17.15 Uhr war es schließlich soweit und Larissa wurde gemeinsam mit den besten Schwimmerinnen ihres Jahrgangs unter frenetischem Applaus vom Sprecher auf die Startbrücke gerufen – 100 Meter Freistil Finale. Mit fulminantem Start steigerte Larissa in 0:28,75 ihre starke Angangszeit aus dem Vorlauf noch einmal mehr als zwei Zehntel und schlug in 0:59,96 im Ziel an. Letztendlich verlor sie damit zwar einen Rang und landete auf Platz 8, aber die Tatsache erstmalig die Minutengrenze durchbrochen zu haben, zauberte sowohl der Schwimmerin als auch allen zum Anfeuern ins Bad gekommenen Begleiter ein breites Grinsen ins Gesicht!

Mittwoch, 30.05. – 2. Wettkampf-Tag – Vorläufe

Am Mittwoch standen für die Ingolstädter nur zwei Vorlaufstarts an, dennoch hieß es wieder rechtzeitig aufzustehen, um zumindest die letzten Minuten der Einschwimmzeit noch im Wettkampfbecken nutzen zu können.

Den ersten Wettkampfstart des Tages für Ingolstadt hatte nach den fast eine Ewigkeit währenden Vorläufen über 400 Meter Lagen Larissa um kurz nach 10.00 Uhr auf ihrer Nebenstrecke 50 Meter Schmetterling. Nach für sie eher mäßigem Start und Übergang kam Larissa von 20 bis ca. 45 Meter richtig gut ins Rennen, „vergeigte“ dann aber den Anschlag ziemlich. Dennoch schlug sie nach 0:29,88 in neuer Bestzeit an und erfüllte damit die individuelle Zielsetzung.

Um kurz nach 10.30 Uhr starteten dann die Vorläufe über Saras Hauptstrecke 200 Meter Rücken.  Aufgrund ihrer Vorleistung war sie jedoch erst in Lauf 7 am Start, und durfte aus dem Vorstartzelt heraus „live“ miterleben, wie die Konkurrenz eine Bestzeit nach der anderen herausfeuerte. Auch wenn im Vorfeld noch geplant war, nicht ganz voll zu schwimmen, um Kräfte für das Finale aufzusparen, war unmittelbar vor dem Start allen klar, dass hier nicht gepokert werden durfte. Entsprechend nervös und verkrampft startete Sara dann auch ins Rennen, so dass selbst bei 150 Meter noch nicht klar war, dass es reichen würde. Dank kämpferischer Leistung auf der letzten Bahn machte Sara dann in 2:28,37 aber dann doch alles klar und zog mit der viertschnellsten Vorlauf-leistung ins abendliche Finale ein. Da war für alle Beteiligten erst einmal durchatmen angesagt.

Mittwoch, 30.05. – 2. Wettkampf-Tag – Finalläufe

Nach einer ordentlichen Portion Nudeln und einem kleinen Mittagsschläfchen ging es in Begleitung von Papa Björn für Sara und ihren Trainer wieder rechtzeitig Richtung Europaschwimmhalle, schließlich wollte man der Konkurrenz nicht kampflos das Feld überlassen und im Vorfeld wirklich  alles dafür tun, um doch noch den Sprung auf das Siegerpodest zu schaffen – was beginnend mit ein paar Startübungen mit der sogenannten Rückenstarthilfe im Hauptbecken, mit Tempoübungen im Einschwimm-Pool, sowie Taktikbesprechung und abschließender Motivationsansprache auch bis ins letzte wie geplant umgesetzt wurde. Aber, ob es tatsächlich reichen würde?

Um 18.15 Uhr war es schließlich soweit. Die Trainer und Teamkollegen standen zum Anfeuern am Beckenrand, Saras ganze Familie (Mama und Schwester Vicky waren extra noch nachgereist) saß auf der Zuschauertribüne und der Sprecher stellte jede der 8 Finalteilnehmerinnen des Jahrgangs 2005 einzeln vor. Nur 2 Minuten später ertönte bereits das Startsignal und für Sara begann das wohl bislang wichtigste Rennen ihres noch jungen Lebens. Dennoch behielt sie die Nerven, hielt sich an die vereinbarte Taktik. Etwas langsamer angehend und bei der ersten Wende in 0:34,48 noch auf Platz 5 liegend, gab sie auf der 2. Bahn Gas und wendete bei 100 Meter in 1:11,31 bereits knapp auf Rang 3. Auf der dritten Bahn vergrößerte Sara sukzessive ihren Vorsprung auf die nachfolgende Konkurrenz, machte es dann aufgrund einer schlechten Wende aber noch einmal unnötig spannend. Mit großem Kämpferherz und herausragenden 0:36,80 auf der letzten Bahn machte sie dann aber alles klar und schlug in neuer Topzeit von 2:26,02 tatsächlich auf dem Bronzerang liegend im Ziel an. Unter großem Jubel beglückwünschten Trainer und Teamkollegen die über das ganze Gesicht strahlende, gleichzeitig aber auch absolut sprachlose Sara – ein wirklich unfassbares Rennen, das seinen krönenden Abschluss in der Siegerehrung noch am selben Abend fand…

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Donnerstag, 31.05. – 3. Wettkampf-Tag – Vorläufe

Obgleich es am Vorabend spät geworden war, klingelte am nächsten Tag der Wecker sogar noch vor 06.00 Uhr, galt es doch so früh als möglich das Einschwimmen zu absolvieren, stand für Sara doch bereits um 08.30 Uhr im ersten Lauf der nächste Start im Programm.

Dass es ihr auch nach dem Erfolg des Vortages keineswegs an Ehrgeiz fehlte, stellte Sara zweifellos über 200 Meter Freistil unter Beweis, schlug sie doch auch auf dieser Strecke in neuer Bestzeit von 2:15,96 an und landete damit im 40-köpfigen Teilnehmerfeld auf einem tollen 14. Platz.

Anschließend ging es für die beiden Brustspezialisten Emma und Raphael (er war erst am Vortag mit dem Bus nachgereist) auf der kurzen 50 Meter Distanz darum ihr Können zu beweisen. Nach einer wachstumsbedingt eher durchwachsenen Saison wollte Emma versuchen das Kunststück des Finaleinzuges auch in diesem Jahr Realität werden zu lassen. Doch leider „versemmelte“ sie nach extrem gutem Start nicht nur den Übergang ins Schwimmen, sondern auf den letzten Metern auch noch komplett den Anschlag und verfehlte in 0:35,86 das gesetzte Ziel um etwa eine halbe Sekunde; wirklich Schade, hatte sie doch die benötigte Zeit in der Vergangenheit schon mehrfach erreicht.

Anders Raphael Mooser, der mit der Qualifikation selbst im Grunde genommen sein persönliches Ziel bereits erreicht hatte. Entsprechend locker ging er auch ins Rennen, und schwamm nach sehr guter Startphase in gutem Rhythmus bis ins Ziel und toppte in 0:31,29 noch einmal seine erst kürzlich bei den Süddeutschen Meisterschaften aufgestellte Bestzeit um knapp 3 Zehntelsekunden. Am Ende des Wettkampfabschnittes war es noch einmal an Sara, ihr Talent unter Beweis zu stellen, was ihr mit neuer Bestzeit von 1:09,39 über 100 Meter Rücken und einem weiteren Finaleinzug als Sechstplatzierte auch gelang.

Donnerstag, 31.05. – 3. Wettkampf-Tag – Finalläufe

Nach wirklich gutem Einschwimmen, ging es um 17.45 Uhr für Sara in ihrem 2. Finale einmal mehr um Alles. Doch anstatt mit der gewonnenen Medaille des Vortages im Gepäck locker an den Start zu gehen, hatte sie schwer mit den eigenen Erwartungen zu kämpfen. Entsprechend verkrampfte sie, kam zu keinem Zeitpunkt richtig ins Schwimmen und auf Frequenz und beendete das Rennen in 1:09,48 knapp langsamer als den Vorlauf, aber immerhin immer noch auf Platz 6. Den Wettkampf gewann im Übrigen Lucie Mosdzien vom SV Halle/Saale mit neuem Deutschen Altersklassenrekord in 1:03,70 und damit knapp 3 Sekunden Vorsprung auf den Silberrang.

Freitag, 01.06. – 4. Wettkampf-Tag – Vorläufe

Keine 14 Stunden später bewies Sara dann, dass sie diese persönliche Enttäuschung gut verkraftet hatte. Mit neuer Bestzeit über 50 Meter Schmetterling in 0:32,16 und einer 100 Meter-Wendezeit von 1:09,75 startete sie extrem selbstbewusst in ihr 200 Meter Lagenrennen. Und auch wenn sie auf der ungeliebten Brustteilstrecke etwas Boden verlor, verbesserte sie sich in 2:33,48 ein weiteres Mal um über 1 Sekunde gegenüber der persönlichen Bestzeit. Zudem landete sie hiermit ein weiteres Mal auf Platz 14 und verfehlte Rang 8 und den damit verbundenen Finaleinzug gerade einmal um eine weitere Sekunde.

Anschließend galt es für Emma auf der Freistilsprintstrecke noch einmal ihre Form zu zeigen und den vermeintlichen Ausrutschen von Mittwoch vergessen zu machen, was ihr dank beherztem Rennen in 0:28,47 auf Platz 27 im 66-köpfigen Starterfeld auch bravurös gelang. Im Anschluss wollte Larissa ihr zweites Finale klar machen. In einem guten, gleichwohl jedoch nicht perfekten Rennen erreichte sie das Ziel in 0:27,83, gleichbedeutend mit Rang 14. Damit verfehlte sie den Finaleinzug sage und schreibe gerade einmal um 23 Hundertstelsekunden. Schade, aber die Sprintdistanz verzeiht schlichtweg keinen einzigen Fehler.

Das Erreichen des Finales war für Larissas Bruder Fabian bereits im Vorfeld kein Ziel, ist die Konkurrenz schlichtweg zu übermächtig. Entsprechend hatte er sich selbst das Unterbieten der 25-Sekunden-Marke als persönliche Vorgabe gesetzt. Mit dem Topergebnis vom Dienstag im Rücken ging er dann nicht nur selbstbewusst an den Start, sondern auch das Rennen in 0:11,20 auf den ersten 25 Metern an und durfte sich schließlich beim Anschlag tatsächlich in 0:24,89 über die erreichte Zielmarke freuen, die für ihn in der Endabrechnung Platz 17 unter 49 Teilnehmer bedeutete.djm3

Nachdem mit Ausnahme von Sara nach Fabians 50 Meter Freistilstart der Wettkampf für alle anderen Ingolstädter Teilnehmer beendet war,  traten diese anschließend die Heimreise an und begaben sich in die Fänge der A9. Während es hier galt gleich 2 Vollsperrungen nach Unfall zu umfahren, genoss Sara ihren ersten freien Nachmittag gemeinsam mit ihrem Vater im Berliner Zoo.

 

 

Samstag, 02.06. – 5. und letzter Wettkampf-Tag – Vorläufe

Am letzten Tag galt es für die Einzelkämpferin Sara auf der 50 Meter Rückenstrecke doch noch zu beweisen, dass sie sich auch schnell bewegen kann. Nach gutem Start und gegenüber Donnerstag mit deutlich erhöhter Frequenz strebte sie dem Ziel dann auch unwiderstehlich entgegen und schlug in für sie hervorragenden 0:32,28 an. Damit erreichte sie mit nur einer einzigen Hundertstelsekunde Vorsprung auf Rang 9 überraschend erneut das Finale, gleichbedeutend mit einer Wettkampf-verlängerung in den Nachmittag hinein.

Samstag, 02.06. – 5. und letzter Wettkampf-Tag – Finalläufe

Auch in ihrem 3. Finale gab Sara am Samstagnachmittag um kurz nach 17.00 Uhr noch einmal alles, aber die Woche war schließlich doch sehr anstrengend und kräftezehrend. So verfehlte sie zwar in 0:32,40 knapp ihre im Vorlauf aufgestellte Bestzeit, verbesserte sich Platzierungsmäßig aber sogar noch um einen Rang auf einen tollen 7. Platz. Von der anschließenden Heimfahrt bekam sie dann nicht mehr sonderlich viel mit, war sie doch bereits vor dem Erreichen des Berliner Ortsschilds in einen tiefen, aber glücklichen Schlaf gefallen.

Rückblick & Fazit

Nur einen Tag nach Abschluss des Wettkampfes sind sich Trainer Sascha Kuhls und Co-Trainer, sowie Abteilungsleiter Alexander Staudt absolut einig: die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2018 waren für den SC Delphin durchweg ein Erfolg und ein klarer Beweis dafür, dass in den vergangenen Monaten im Training viel richtig gemacht wurde, schließlich wird in Ingolstadt mit 5 bis 6 Wasser-einheiten pro Woche im Vergleich zu den Stützpunkten und Schwimmhochburgen wie beispielsweise Halle, Magdeburg und Berlin, aber auch München, Erlangen und Würzburg umfangsmäßig relativ wenig trainiert.

Um jedoch auch in der Zukunft das Niveau ansatzweise halten zu können, so sind sich beide ebenfalls einig, ist es dringend erforderlich sich klar für den Leistungssport auszusprechen, die Gruppenstrukturen zu überdenken und durch adäquate Trainer- und Übungsleitergewinnung wie auch -ausbildung weiterhin die erforderliche Qualität sicherzustellen.

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