Sensation knapp verpasst!

Am 06.05.2017 trafen die Wasserballmannschaften Bayerns zum jährlichen Kräftemessen in Augsburg im Bayrischen Pokal aufeinander. Klares Ziel der Mannen aus Ingolstadt war es, den soliden 3 Platz vom letzten Jahr zu bestätigen oder gar zu übertreffen. Dafür reisten sie mit einem ausgewogenen neunköpfigen Kader aus erfahrenen Spielern wie Fernando Alastuey und jungen erfolgshungrigen wie Sebastian Roßner an. Alle samt kampferprobt durch die noch andauernde Wasserball Oberliga Saison.

Wasserballer beim Wasserballpokal in Augsburg

Wasserballer beim Wasserballpokal in Augsburg

Entsprechend motiviert starteten die Ingolstädter um Kapitän und Trainer Alwin Müller gegen den TV Memmingen ins erste Viertel, was sie 5:1 dominierten. Mit permanenten Zug zum Tor drückten Sie die Memmingener im Verlauf des Spiels dauerhaft in die eigene Hälfte. Resultat des offensiv Feuerwerks war ein klarer 12:3 Sieg.

TV 1862 Passau lautete danach der zweite Gegner des Tages und wieder suchte das Team des SC Delphin ihr Heil in der Offensive. Mit 3:0 im ersten Viertel unterstrichen die Torschützen Xavier Sanchez (2x) und Christian Ungar ihre Ambitionen auf das Finale. Passau erstärkte dann aber in den verbleibenden 3 Vierteln zunehmend, da sie auf einen vollen 13 mannstarken Kader zurückgreifen konnten und so den Ingolstädtern ihr körperlich Spiel aufzwangen. Mit 2:1, 2:2 und 2:2 im jeweils 2, 3 und 4-Viertel konnte das Team von der Donau aber am Ende entkräftet mit 9:5 ins Finale einziehen.

Schon vor dem Finale war mit den SV Fürstenfeldbrucker Wasserratten als Gegner klar, es würde kein alltägliches Spiel werden. Die beiden Teams, welche sich gut aus der Oberliga kennen, liefern sich stets knappe und hart umkämpfte Spiele. Wobei die letzten beiden Partien jeweils Ingolstadt für sich entscheiden konnte. Erwartungsgemäß aggressiv und offensiv präsentierten sich beide Mannschaften im ersten Viertel, welches mit 3:3 leistungsgerecht ausfiel. Im zweiten und dritten Viertel zollte die dünne Ersatzbank ihren Tribut und Ingolstadt konnte nur dank ihres überragenden Torhüters Christopher Beckenbauer, der sein bis dato bestes Turnier absolvierte, im Spiel bleiben. Beim Stand von 6:4 für Fürstenfeldbruck zündeten der SC Delphin dann im letzten Abschnitt der Partie den Schlussturbo und konnte per Fünfmeter, durch den erfolgreichsten Torschützen der Mannschaft Tim Fahlbusch und Routine Jan Chacko auf 6:6 ausgleichen. In den extrem umkämpften Schlussminuten gelang Fürstenfeldbruck schließlich das 7:6, welches trotz aller offensive Anstrengungen nicht mehr auszugleichen war. Kapitän Alwin Müller fasst die Situation nach dem Spiel mit den Worten zusammen: „Aktuell ist es einfach nur bitter so ein Herzschlagfinale in den letzten Sekunden zu verlieren, aber für die Mannschaft ist es toll zu sehen, was wir als Team erreichen können. Das gibt uns Kraft für die letzten Spiele in der Oberliga Saison“. Auch gegen Fürstenfeldbruck steht dann wieder eine spannende Partie auf dem Spielplan.