Gleich doppeltes Silberlächeln

Am 23. und 24. März fand in Pewsum das 3. von 5 Turnieren um die Deutsche Meisterschaft im Aquaball statt.

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Der SC Delphin Ingolstadt e.V. trat mit einer Youngsters- (U 13) und einer Jugendmannschaft (U 18) an.
Im Vorfeld des Turniers wurde in den Faschingsferien extra ein Konditionstraining sowie ein Schwimmtraining durchgeführt, um noch fitter zu sein und um einen Platz unter den besten drei Mannschaften bei der finalen Endabrechnung nach 5 Turnieren zu erkämpfen.
Aktuell liegt die U 13-Mannschaft auf dem 4. und das U18-Team auf dem 5 Rang in der Gesamtwertung.

Gruppenbild der U 13- und U 18-Mannschaft zusammen mit Coach Johannes Hägler und Vereinskassier Tiago Meyer

In der Gruppenphase des Turniers in Ostfriesland ging es für die Ingolstädter U18-Auswahl gegen die Mannschaften aus Ahaus, Schweinfurt, Hamburg und Soest.
Aufgrund zahlreicher Treffer von Mihajlo Romcevic gewannen die Delphine ihr erstes Spiel souverän mit 17:6 gegen das Team aus Hamburg.

Im folgenden Schlüsselspiel ging es für die Ingolstädter um Coach Johannes Hägler gegen Angstgegner Soest, der in der vorangegangenen Partie eine Niederlage gegen Ahaus knapp in der Verlängerung hinnehmen musste und so mental geschwächt war (jedes Spiel muss einen Sieger haben – analog Eishockey).
Nach der regulären Spielzeit von zehn Minuten Spielzeit stand es 3:3 unentschieden, sodass es, dank des starken, erst 14-jährigen Torwarts David Heik, für Soest erneut in die Verlängerung ging.
Dank einer starken Einzelleistung des Schanzer-Kapitäns William Stark, der mit dem Rücken zum Tor stand und mit einem „No-Look-Shot“ das enorm wichtige Tor machte, gewannen die Ingolstädter auch ihr zweites Spiel mit 4:3 (nach Verlängerung).

Somit hatte die U18-Mannschaft aus des SC Delphin 6 von 6 möglichen Punkten auf dem Konto und konnte im nächsten Spiel den Einzug ins Halbfinale klarmachen.
Der Gegner im nächsten Spiel hieß Schweinfurt 2. Ohne große Mühen gewannen die starken Ingolstädter auch dieses Spiel mit 11:1, sodass der Halbfinaleinzug perfekt war.

Im letzten Gruppenspiel schwächelten die Schanzer ein wenig und verloren gegen Ahaus mit 3:7, was leider einen sehr starken Gegner – keinen geringeren als den amtierenden U18 Deutschen Meister aus Dachau – zur Folge hatte.
Lange Zeit hieß es im heiß umkämpften bayerischen Halbfinale 1:1, bis die Ingolstädter noch stärker wurden und aufdrehten. Durch die Treffer von William Stark und Presian Nikolov und einer sehr guten Abwehrleistung von Mathis Gnass entschieden letztendlich die Delphine die Partie mit 3:1 verdient für sich.

Das hieß: Finale! Und das nach gerade einmal 15 monatigen Bestehen der Abteilung Auqaball – eine wirklich hervorragende Leistung der Delphine.
Erneut ging es gegen die Mannschaft aus Ahaus, die man ja noch aus der Gruppenphase kannte. Die vorangegangenen Partien machten sich bemerkbar und die Luft bei den Ingolstädtern war leider raus – auch wegen einer enorm starken Teamleistung der Ahauser.
Somit belegte die U18-Truppe aus Ingolstadt am Ende den 2. Platz und machte einen Sprung von Platz 5 auf 3 in der Gesamtwertung im Rennen um die Deutsche Meisterschaft im Aquaball.

Siegerehrung: U 18 Mannschaft des SC Delphin Ingolstadt e.V.

Die U 13-Mannschaft musste im ersten Spiel ebenfalls gegen die Norddeutschen aus Hamburg ran. Das Team um Coach William Stark entschied die Partie mit 9:2 klar für sich und bereitete sich gleich auf das nächste Gruppenspiel gegen Gastgeber Pewsum vor, welchen die Schanzer bisher noch nie besiegen konnte.

Dank mehrerer sehr starker Paraden des Ingolstädter Torwarts Simon Ipfelkofer und einer überzeugenden Offensivarbeit der Haupttorschützen David Strakbein und Elias Schmidt beendeten die Schanzer diese Negativserie und gewannen mit 6:3.

Wie bei der U18-Mannschaft erreichten die U13-Teilnehmer ebenfalls das Finale; der Gegner kam hier aus Soest.
Bis zur vorletzten Sekunde der regulären Spielzeit führten die Delphine mit 5:4 doch dann gelang den Soestern ein wahres „Last-Minute-Tor“ und die damit verbundene Verlängerung.
Der Schock bei den Ingolstädtern saß anscheinend zu tief und so gewann das Team aus Soest nicht nur das Anschwimmen, sondern durchbrach auch die Ingolstädter Verteidigung entschied durch das 6:5 Siegtor die Partie für sich.

Letztendlich holten die Delphine aber wertvolle Punkte im Rennen um Platz 3 in der Gesamtwertung. Hierzu fehlen lediglich 2 Punkte, was in Anbetracht der noch zwei ausstehenden Turniere ein durchaus machbares Ziel ist.

Siegerehrung: U 13 Mannschaft des SC Delphin Ingolstadt e.V.


Delphine verpassen die große Sensation nur knapp

Ingolstadt / Dachau

Am 09.06.2018 fand das 4. und damit das letzte und entscheidende
Aquaball-Turnier in Dachau statt. Mit dabei war die neu gegründete Mannschaft des SC Ingolstadt Delphin e.V. mit ihrem Trainer Johannes Hägler. Die Newcomer aus Ingolstadt mischten die Konkurrenz kräftig auf.

Bei den Deutschen Meisterschaften im Aquaball handelt es sich um eine Turnierserie von 4 Wettkämpfen, bei der die Gewinner – je nach Platzierung bei den einzelnen Turnieren – eine bestimmte Anzahl an Punkten erhalten. Wer am Ende der Saison die meisten Punkte erreicht hat, gewinnt die Meisterschaft.

Da Aquaball im Gegensatz zu Wasserball nicht nur vom persönlichen Einsatz und von besonders harten Würfen, sondern von taktischem Gespür und einem perfekten Zusammenspiel des Teams lebt, war lange nicht klar, welche Mannschaft den Wettstreit um das Siegertreppchen für sich entscheiden kann.  

Nach den jeweils 5. Plätzen in Soest und Werl und einem 4. Platz in Ahaus

traten die Delphine aus Ingolstadt im letzten Turnier am 09.06.2018 in Dachau an.
Es war eine Wasserschlacht der Superlative, die sich die 50 Jugendlichen aus ganz Deutschland lieferten.

Ausgesprochen fair, mitreißend ehrgeizig und angestachelt von den begeisterten Rufen von über 300 Zuschauer fochten die jungen Schanzer im eigens für den außergewöhnlichen Wettkampf vorbereiteten Nichtschwimmerbecken gegen ihre Mitstreiter.

Das Ziel der Ingolstädter war mit dem Einzug in das Halbfinale klar definiert, wollten Sie doch als „Newcomer“ in dieser Sportart auf Platz 3 der Deutschen Meisterschaft wandern.
Einfach sollte es nicht werden, wartete doch in der Gruppenphase kein geringerer als die Mannschaft des designierten Deutschen Jugendmeisters und Lokalmatadors aus Dachau.

Die Delphine lieferten sich ein überaus spannendes Duell gegen den Favoriten aus Dachau und hielten das Spiel lange offen. Erst zum Schluss

mussten sie sich dann doch mit 3-5 geschlagen geben.

Die Niederlage war jedoch schnell abgehakt. Im Anschluss folgte ein 4-2 Erfolg gegen Soest, dem direkten Konkurrenten im Rennen um Platz 3 der Deutschen Meisterschaft und dank einer enorm starken Leistung ein 11-3 gegen Hamburg.

Aufgrund einer Verletzung in den Reihen der Ingolstädter ging das Spiel gegen Werl unglücklich mit 4-5 an die Mitstreiter.

Jetzt musste genau gerechnet werden. Gleich 3 Mannschaften waren gleichauf, sowohl im Punkteverhältnis als auch im direkten Vergleich.

Am Ende entschied somit die Anzahl der geworfenen Tore, was leider für die eher defensiv spielenden Schanzer von Nachteil war.

Somit lautete das nächste Spiel für die Delphine:

Qualifikation für das finale Spiel um Platz 5.

Der Gegner war erneut die Mannschaft aus Hamburg. Erneut zeigten die Ingolstädter kein Erbarmen und fertigen die Hamburger mit 11-0 ab.

Im Finale um Platz 5 behielten die Delphine die Nerven und holten sich gegen Soest durch den 5-4 Erfolg weitere wichtige Punkte im Rennen um Platz 3 in der Deutschen Meisterschaft.

Am Ende der Turnierserie standen 17 von möglichen 40 Punkten auf dem Konto der Ingolstädter, die damit nur 1 einzigen Punkt hinter dem Bronzeteam aus Soest auf Platz 4 landeten.

Auch wenn die Sensation mit dem Sprung auf das Siegerpodest nur ganz knapp ausblieb, waren alle Spieler und auch der Trainer Johannes Hägler sich einig, dass sie als Neulinge in dieser Sportart mehr als nur mitgespielt haben. Die Mannschaft, die vor nicht einmal einem halben Jahr gegründet wurde, konnte den Mitstreitern durchaus Paroli bieten und ist sich sicher, dass dies erst der Anfang von etwas ganz Großem sein könnte.

aqua ball
v. links: Presian Nikolov (14), Kevin Knauer (18), Viktor Heik (18),
Jonas Drieling (16), David Heik (14), William Stark (17), Balasz Viertl (18) und Trainer Johannes Hägler.