Deutsche Meisterschaften „Schwimmerischer Mehrkampf“ in Dortmund

Der „Schwimmerische Mehrkampf“ fand in diesem Jahr vom 14.06. – 16.06.2019 statt und war erstmalig nicht mehr im Rahmen der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften, sondern wurde als eigenständige Veranstaltung in Dortmund abgehalten.
Mit dabei natürlich auch ein junger Delphin in Person von Valerie Höfl (Jahrgang 2008).

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Valerie freute sich dieses Jahr besonders über die ermöglichte Teilnahme, da der Mehrkampf nunmehr für die 11-Jährigen (JG 2008) und nicht mehr für die 12- bzw. 13-Jährigen organisiert wurde.
Die Qualifikation für Dortmund erfolgte, wie die letzten Jahre auch, ausschließlich über die 200m-Lagenstrecke, allerdings ab diesem Jahr für die Top-120 und nicht mehr nur die Top-60.
Valerie meisterte diese Hürde als im Vorfeld bundesweit 4.Platzierte mehr als souverän.

Valeries gleichaltriger Teamkollege Elija Neumüller musste leider hingegeben erfahren, dass man auch noch am letzten Wochenende des Qualifikationszeitraums aus den Top-120 herausfallen kann.
Am Ende hieß es für ihn: Platz 124. 🙁

Im Vorfeld der Veranstaltung in Dortmund musste sich Valerie für eine Hauptdisziplin entscheiden, um dann die folgenden Strecken zu schwimmen:
– 400m Freistil
– 50m Beine X
– 100m X
– 200m X
– 200m Lagen
Das X steht dann entweder für die Disziplinen Schmetterling, Rücken, Brust oder Kraul.
Valeries Wahl fiel schließlich auf Brust.

Am Freitag, 14.06.2019, begannen für Valerie auch gleich die Wettkämpfe mit den 400m Freistil.
Für ihre Verhältnisse ungewöhnlich nervös ging sie an ihren ersten Start, schwamm dann aber sehr schnell und sicher und schlug am Ende als 2.Platzierte unter den Brustschwimmerinnen mit neuer persönlicher Bestzeit von 5:16,31 an.
Ein sehr guter Start in den Wettkampf, der auch viel Selbstvertrauen gibt.

Valerie auf dem Weg zum 2.Platz auf den 400m Freistil.

Am Samstagmorgen standen dann die 50m Beine an – aufgrund der 3-fach – Wertung der DSV-Punkte definitiv der wichtigste Start im Rahmen dieser Veranstaltung!
Auch wenn Valerie hier mit 0:49,69 ebenfalls eine neue persönliche Bestzeit ins Wasser zauberte, verlor sie gegenüber der teilweise schon deutlich athletischeren Konkurrenz nicht nur einige Plätze, sondern leider auch schmerzlich viele Punkte.

Nach dem Rückschlag galt es nun für Trainer Sascha Kuhls, Valerie für die nächsten Rennen wieder aufzubauen, da die angestrebte Topplatzierung doch in weite Ferne gerückt war.

Zu sehr steckten die Gedanken anscheinend in Valeries Hinterkopf, sodass auch über die 100m Brust mit 1:26,40 keine weitere Bestzeit heraussprang – es fehlten letztendlich nur Zehntelchen.

Valeries Rennen über 100m Brust.

In der Mittagspause galt es sich nun erst einmal, sich zu erholen. Nach einer Portion Nudeln und einem kurzen Nickerchen ging Valerie frisch gestärkt und neu motiviert auf die 200m Brust an den Start.

Valerie kurz vor ihrem Start auf die 200m Brust.

Mit einer enormen kämpferischen Leistung und einer echten TOP-Zeit von 3:01,51 konnte sich das Ergebnis mehr als sehen lassen.
Durch diese klasse Leistung kämpfte sich Valerie wieder auf den 6. Platz vor. Super!

Am Sonntag, 16.06.2019, dem letzten Wettkampftag, standen abschließend die 200m Lagen auf dem Programm.
Valerie startete wieder sehr motiviert und mit Rückenwind des gestrigen Nachmittags ins Rennen.
‚Ab ca. 125m fehlten ihr am Ende des anstrengenden Wettkampfwochenendes jedoch ein paar Körner‘, sagte ihr Trainer Sascha Kuhls.
Unbeirrt biss Valerie jedoch die Zähne zusammen und kämpfte bis zum Schluss weiter, sodass sie schließlich als sehr gute 3.Platzierte mit einer Zeit von 2:46,92 anschlug.
Dadurch machte sie in der Gesamtwertung nochmals Boden nach hinten gut und verbesserte sich sogar noch auf den 5. Platz.

Valerie als 5.Platzierte in der SMK Disziplin Brust.

Bei der Siegerehrung erkannte auch Valerie, dass sie damit in einem enorm starken Teilnehmerfeld keine Medaille verloren, sondern eine Urkunde gewonnen hatte.

Valerie bei der Siegerehrung (5. von links).

Tolle Leistung Valerie! Herzlichen Glückwunsch.

Die glückliche Urkundenträgerin zusammen mit Ihrem Trainer Sascha Kuhls.

Und hier noch das ausführliche Protokoll der Deutschen Meisterschaften „Schwimmerischer Mehrkampf“ in Dortmund.

Deutsche Jahrgangsmeisterschaften in Berlin

Voller Selbstvertrauen starteten 12 Delphine, darunter viele zum ersten Mal, am 28.05.2019 in Richtung Berlin, um ihr Können bei den bis 01.06.2019 stattfindenden Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) unter Beweis zu stellen.

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Die Ingolstädter Delphine auf Ihrem Weg in die Schwimmhalle.

Maximilian Hagl (Jahrgang 2005) konnte sich dieses Jahr erstmalig für die DJM qualifizieren.
Mit einer ersten Finalteilnahme über 200m Schmetterling (2:20,11) und einem 8. Platz im Finale (neue Bestzeit mit 2:19,01) war sein Debüt in Berlin ein voller Erfolg.
Leider hat sich Max am Mittwoch eine Erkältung eingefangen, sodass er den Rest der Woche nicht im Vollbesitz seiner Kräfte an die Starts gehen konnte.
‚Andernfalls wäre zumindest im Rennen um 100m Rücken (14. Platz in 1:05,81) ein weiteres Finale möglich gewesen‘, so sein Trainer Sascha Kuhls.
Maximilians weitere Ergebnisse:
50m Rücken: 12. Platz in 0:30,36
200m Rücken: 15. Platz in 2:23,87

Ein mit sich zufriedener Max Hagl.

Fabian Heinemann (JG 2001) hatte mit 3 Starts eine Qualifikationszeit mehr als noch in 2018. Die Fokussierung bei ihm lag eindeutig auf den Sprintdistanzen, da er an Ausdauer gegenüber dem Vorjahr leicht verloren hatte.
Dies zeigte sich auch auf den 100m Freistil. So gab er auf den ersten 75 Metern richtig Gas und lag vor seiner persönlichen Bestzeit, brach dann aber ein und verpasste eine neue Topzeit. Am Ende wurde er 32. seines Jahrgangs mit einer Zeit von 0:55,06.
Aufgrund individueller Fehler(chen) verpasste er leider auch in seinen beiden anderen Rennen die neuen Bestzeiten hauchdünn.
Fabians weitere Ergebnisse:
50m Freistil: 23. Platz in 0:24,90
50m Schmetterling: 25. Platz in 0:26,70

Ebenfalls das erste Mal bei den DJM dabei war Claudius Lindner (JG 2004). Entsprechend galt für ihn: dabei sein ist alles.
Claudius merkte man die Nervosität bei den Wettkämpfen an, sodass er leider nicht an seine Bestzeiten herankam.
‚Schade‘, so sein Trainer Sascha Kuhls. ‚Die Form wäre eigentlich da!‘
Claudius‘ Ergebnisse:
50m Rücken: 23. Platz in 0:29,99
100m Rücken: 20. Platz in 1:05,49

Hier werden noch ein paar letzte Dinge mit Trainer Sascha Kuhls (linker Bildschirmrand) geübt und besprochen.

Überraschend mit bei der DJM dabei war auch Raphael Mooser (JG 2001), da er ausbildungsbedingt nur noch sehr selten zum Trainieren kommt. Dennoch hat er die Qualifikationszeit über die 50m Brust erreicht.
Raphaels Ergebnis:
50m Brust: 22. Platz über 0:32,23

Larissa Heinemann (JG 2003) startete über ihre Rennen über 50m Brust (12. in 0:34,92) und 100m Freistil (19. in 1:00,37) eigentlich sehr ordentlich, konnte die hohe Schlagzahl aber leider nicht bis ins Ziel durchhalten und verfehlte ihre neuen Bestzeiten nur knapp.
Auf ihren eigentlichen Hauptstrecken wollte sie dann zu viel erzwingen, verkrampfte und erreichte damit ihre selbst gesteckten Ziele nicht wie gewünscht und auch z.B. von den Süddeutschen Meisterschaften gewohnt.
Larissas weitere Ergebnisse:
50m Freistil: 30. Platz in 0:28,05
50m Schmetterling: 18. Platz in 0:29,72
100m Schmetterling: 16. Platz in 1:09,07

Eine mit sich hadernde Larissa Heinemann (schwarze Badekappe).

Sara Maria Krönert (JG 2005) war einmal mehr mit zehn Starts nicht nur die fleißigste, sondern mit vier Finalqualifikationen und einer Medaille auch die erfolgreichste Ingolstädterin.
Leider sind die Wettkämpfe so dicht aufeinander eingetaktet, sodass Sara eine Finalteilnahme, die direkt vor ihrem Hauptwettkampf (200m Rücken) war, absagen musste.
Besonders auf ihrer Hauptstrecke, den 200m Rücken, beweist sie wieder einmal neben ihrer körperlichen und mentalen Stärken, dass sie die taktischen Vorgaben ihres Trainers Sascha Kuhls zu 100 % umsetzen kann.

Larissa mit ein paar letzten Instruktionen Ihres Trainers.

Am Ende wartete nach einem 3. Platz im Vorlauf (2:23,81) und einer nochmaligen Leistungssteigerung im Finale (2:22,36) die Bronzemedaille als Belohnung.
‚Ein Spitzenergebnis, bedenkt man den vergleichsweise geringen Trainingsumfang von Larissa mit 5-6 Mal gegenüber der Konkurrenz mit 7-9 Mal pro Woche‘, sagte ihr sichtlich stolzer Trainer Sascha Kuhls.

Die überglückliche Bronzemedaillengewinnerin Sara Maria Krönert (rechts).

Saras weitere Ergebnisse:
100m Freistil: 14. Platz in 1:00,99
200m Freistil: 13. Platz in 2:13,00
400m Freistil: 13. Platz in 4:44,96
50m Rücken (Vorlauf): 8. Platz in 0:31,64
50m Rücken (Finale): 7. Platz in 0:31,32
100m Rücken (Vorlauf): 4. Platz in 1:07,22
100m Rücken (Finale): 8. Platz in 1:07,44
50m Schmetterling: 8. Platz in 0:29,90

Saras Schwester Viktoria Krönert (JG 2007) war ebenfalls neu bei den DJM.
Dass man mit ihr in Berlin und auch in der Zukunft rechnen kann und muss, zeigte sie eindrucksvoll mit zwei neuen Bestzeiten und einer ebenfalls enormen mentalen Stärke, die wohl in der Familie liegen muss.
Viktorias Ergebnisse:
100m Freistil: 19. Platz in 1:05,99
200m Freistil: 26. Platz in 2:23,45

Teambesprechung der Delphine mit Trainer Sascha Kuhls.

Durch den Startrechtwechsel war es für Katharina Marb (JG 2005) zwar nicht die erste Teilnahme an den DJM, aber die erste für den SC Delphin Ingolstadt e.V.
Nach nur fünf Wochen Training mit ihrem neuen Trainer Sascha Kuhls waren gleich drei neue Bestzeiten bei fünf Starts mehr als erfreulich.
Im Rennen über 100m Rücken setzte sie sich dann leider selbst zu sehr unter Druck, sodass sie ihr selbst gestecktes Ziel – die Finalteilnahme – leider als 16. mit einer Zeit von 1:08,82 verpasste.
Katharinas weitere Ergebnisse:
50m Freistil: 23. Platz in 0:28,27
100m Freistil: 28. Platz in 1:01,85
50m Rücken: 10. Platz in 0:31,71
200m Rücken: 9. Platz in 2:27,12

Und Aktion!

Ein weiterer „Neuling“ bei den DJM war Emely Neumüller (JG 2006). Auch ihr war die Nervosität deutlich anzumerken, konnte diese aber dann, wo es drauf ankam, in gute Leistungen umsetzen.
‚Vor allem die Zeit von 0:31,01 (28.) auf den 50m Schmetterling waren spitze‘, so Sascha Kuhls.
Emelys weiteres Ergebnis:
50m Freistil: 39. Platz in 0:29,39

Ein großes Kämpferherz zeigte auch Isabell Schiller (JG 2003), die ebenfalls das erste Mal zu den DJM mitfuhr. Am Ende konnte auch sie dank toller Leistung zufrieden eine neue Bestzeit mit nach Hause nehmen.
Isabells Ergebnis:
200m Rücken: 14. Platz in 2:26,88

Viel Betrieb in der Berliner Schwimmhalle.

Christina Schulz (JG 2007) machte das Feld der „Rookies“ komplett.
Am ersten Tag der Wettkämpfe ungewohnt ohne das Anfeuern ihrer Eltern und auch mit einer Riesenportion Aufregung und Respekt vor der Konkurrenz verkrampfte Christina ein wenig und schwamm nicht so locker auf, wie man es von ihr kannte.
Am Ende freute sie sich über gute, dennoch keine Top-Resultate. Wichtig war aber für sie, viel für die kommenden Jahre mitnehmen zu können und das ist ihr gelungen.
Christinas Ergebnisse:
100m Freistil: 44. Platz in 1:07,21
200m Freistil: 30. Platz in 2:24,32
100m Brust: 21. Platz in 1:24,58
200m Brust: 10. Platz in 2:58,03

Emma Johanna Weiß (JG 2004) war der 12. Delphin und startete insgesamt sechs Mal.
Auf den 100m Brust waren ihre Wachstumsschmerzen nicht auszublenden, sodass sie die Konkurrenz als 16. (1:19,86) hat ziehen lassen müssen. Auf den 50m-Distanzen zeigte sie aber wirkliche Top-Leistungen und konnte am Ende mit zwei Finalteilnahmen in Summe auf ihre bislang besten Deutschen Jahrgangsmeisterschaften zurückblicken.
‚Einfach Spitze‘, sagte der stolze Trainer Sascha Kuhls.
Emmas weitere Ergebnisse:
50m Freistil (Vorlauf): 7. Platz in 02:27,37
50m Freistil (Finale): 8. Platz in 0:27,32
50m Brust (Vorlauf): 7. Platz in 0:34,25
50m Brust (Finale): 7. Platz in 0:33,80
50m Rücken: 16. Platz in 0:31,64

Die fokussierte Emma Johanna Weiß.

‚Mit 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sieben Finalqualis und 1x Bronze waren die DJM 2019 die besten Deutschen Jahrgangsmeisterschaften seit Jahren und der junge Kader der Delphine lässt für die Zukunft hoffen‘, resümierte der Trainer der erfolgreichen Schanzer, Sascha Kuhls, am Ende einer spannenden Wettkampfwoche.

Kraulstilverbesserungskurs für „bürogeschädigte“ Sparkassler

Für alle sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kraulstilverbesserungskurses war vor Beginn der ersten Schwimmstunde am 13.03.2019 klar: kraulen können wir doch alle!
Dies sollte sich aber dann doch recht schnell als Trugschluss herausstellen. 🙂

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von links: Trainer Jonas Drieling, Stephan Seizmeier, Christoph Lechner, Michelé Schäfer, Susanne Seidl, Benedikt Fuchs (also ich 🙂 ) und 2. Trainer Johannes Hägler.
Auf dem Bild fehlt Andreas Schäfer, der Mann von Michelé Schäfer.

Angeboten wurde der Kurs vom SC Delphin Ingolstadt e.V., dankenswerter Weise initiiert von unserem Kollegen und gleichzeitig Vorstand des Vereins sowie Aquaballtrainer Johannes Hägler.
Zusammen mit Jonas Drieling, einem ausgezeichneten Athleten, der regelmäßig zu Bayerns besten Schwimmern gehört und auch um die Deutsche Meisterschaft mitschwimmt, durften wir in insgesamt 11 Terminen á 1 Stunde 15 Minuten die Technik des Kraulschwimmens erlernen und verfeinern.

Nachdem zu Beginn die Fähigkeiten jedes Einzelnen von uns auf den 25-Meter Bahnen des Hallenbad Südwest von den beiden begutachtet wurden, teilten wir uns leistungsmäßig auf, damit es für den einen nicht „zu einfach“ oder für den anderen „zu anstrengend“ wurde.

Wer glaubte, wir legten dann gleich mit Kraulschwimmen los, irrte sich gewaltig.
Als Erstes wurden die Grundlagen erklärt:
Körperspannung, Armhaltung, wie muss die Hand geformt sein, Beinstellung usw.
Nach und nach steigerten wir die Übungen mit Hilfe von Flossen für die Beinarbeit, Poolkicks zwischen den Beinen für die Armarbeit und Schwimmbretter fürs Krafttraining der Beine.
Wir trainierten auch verschiedene Techniken, um ein besseres Gefühl für das Wasser zu bekommen, immer beginnend mit der richtigen Variante (fett gedruckt):
1 Bahn normale Handform (Finger eng aneinander liegend, Hand leicht zu einer „Schaufel“ geformt)
1 Bahn mit offenen Fingern (weit gespreizt)
1 Bahn mit der Faust
1 Bahn mit ausgestreckten Beinen und Füßen (die Zehen schauen nach hinten)
1 Bahn mit nach vorne gezogenen Zehen
Schnell lernten wir, wieviel Unterschied auch schon kleineste technische Fehler ausmachten.

„Ein Profischwimmer benötigt 10.000 Züge, um nur einen kleinen Fehler auszumerzen!“, erzählte uns Jonas eines Abends und schickte uns gleich wieder auf die nächsten Bahnen, um genau das zu tun.

Bereits von Beginn an waren unsere beiden Trainer darauf bedacht, uns auch die richtige Atemtechnik beizubringen (idealerweise soll man bei jedem 4. Zug zur Seite atmen).
Wichtig dabei ist die Drehung an der Hüfte, d.h. die Beine bleiben möglichst gerade und der Oberkörper dreht sich nach links oder rechts. Geatmet wird dann bei einem Armzug unter dem Arm hindurch (der Arm bildet dabei ein dreieckiges Fenster).

Über die Zeit wurden wir immer besser und schneller und konnten uns am Ende sogar der Rollwende widmen, quasi den Bahnwechsel den Profis gleich machen – manchmal mit mehr, manchmal auch mit eher weniger Erfolg!

Alles in Allem waren es tolle, auch herausfordernde und anstrengende aber trotzdem schöne Abende, an denen wir unsere Rücken vom vielen Sitzen entlasten konnten, wir sehr viel Spaß hatten und jetzt doch auch sagen können: JETZT können auch wir Kraulen – zumindest einigermaßen! 🙂

Am letzten Abend erhielt jeder von uns noch eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme am Kraulstilverbesserungskurs.

Als kleines Dankeschön, für deren Zeit und Nerven, gingen wir mit unseren Trainern Jonas Drieling und Johannes Hägler am letzten Abend (22.05.) noch Essen, um das Erlebte Revue passieren zu lassen.
Dankeschön auch an die Sparkasse für den Zuschuss.

Und vielleicht sieht man sich ja zum nächsten Kurs wieder – gerne dann mit noch mehr Sparkasslern?!

Süddeutsche Jahrgangsmeisterschaften in Wetzlar und Süddeutsche Meisterschaften in Freiburg

Hoch her ging es am Wochenende vom 03. – 05. Mai 2019, denn die 27. Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften (SDJM) in Wetzlar und die 69. Süddeutschen Meisterschaften (SDM) in Freiburg fanden parallel statt.

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Die Vorzeichen standen leider nicht besonders gut, da die Delphine aufgrund einiger Erkrankungen auf ein paar ihrer Medaillenanwärter verzichten mussten.
Zudem befand sich Andreas Rein, zweifacher Medaillengewinner des Vorjahres, nicht mehr in den Reihen des Schanzer Schwimmvereins.

Und dennoch starteten Sara und Viktoria Krönert, Emely Neumüller, Christina Schulz, Maximilian Hagl und Claudius Lindner am Samstag, 04.05.2019 in Richtung Süddeutsche Jahrgangsmeisterschaften 2019 in Wetzlar, um ihren Verein stolz zu vertreten und um zu zeigen, dass mit ihnen durchaus zu rechnen ist!

Sara Krönert (Jahrgang 2005) hat im Trainingslager sehr gut trainiert, wurde aber leider direkt nach Ihrer Rückkehr krank und ging in Wetzlar nicht im Vollbesitz Ihrer Kräfte an den Start.
Entsprechend konnte sie nicht wie gewohnt in ihrer 
Paradedisziplin Rückenschwimmen (50m 5., 100m 5. und 200m 6.) punkten und ihren Medaillenchancen gerecht werden.
Über 50m und 200m Freistil wurde sie zudem 12. bzw. 10.
Und trotz Ihrer angeschlagenen Form holte sie über 50m Schmetterling – eigentlich nicht ihre Lieblingsdistanz – nochmals alles aus sich heraus und schlug als 2. nach 0:29,83 an und gewann Silber.
Diese Leistung brachte sie direkt auf den 11. Platz der deutschen Bestenliste und damit zu einer weiteren Finalteilnahmechance bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) in Berlin.

Sara Maria Krönert mit ihrem Silberlächeln bei der Siegerehrung über 50m Schmetterling.

Saras Schwester Victoria „Vicky“ Krönert (JG 2007) war fit und zeigte das auch eindrucksvoll.
Mit neuer toller persönlichen Bestzeit von 1:06,93 beendete sie das Rennen über 100m Freistil und qualifizierte sich ebenfalls für die DJM in Berlin.
Über die 200m Distanz in der Freistil-Disziplin kam sie zu einem ordentlichen 12. Platz.
Und in ihrem 3. Freistilrennen über 400m konnte sie ihre eigene persönliche Bestzeit um unglaubliche 5 Sekunden (5:01,59) verbessern, wo es jetzt abzuwarten gilt, ob das für eine Top20-Platzierung in Deutschland reicht.

Emely Neumüller (JG 2006) startete dieses Jahr als Rookie, also das erste Mal bei einer SDJM.
Somit hieß es für sie eigentlich nur: Dabei sein ist alles!
Über 50m Schmetterling kam sie zu einem 16. Platz, über 100m Freistil schlug sie als 13. an.
In ihrem Rennen über 50m Freistil zeigte sie aber dann, dass es ihr um mehr ging als nur „mitschwimmen“.
So erkämpfte sie sich dank einer enormen Steigerung und einer Topleistung in 0:29,55 ebenfalls einen Platz bei den DJM in Berlin.

Auch Christina Schulz (JG 2007) absolvierte nur eine Woche nach dem Trainingslager einen hervorragenden Wettkampf.
Bei fünf Starts (u.a. 50m Freistil und 200m Lagen) freute sie sich am Ende dank super Leistungen über vier neue persönliche Bestzeiten und qualifizierte sich über die 100m und 200m Brust sowie über die 100m Freistil für die DJM in Berlin.
Viel besser geht es im sehr starken Jahrgang 2007 eigentlich nicht.

Für Max Hagl (JG 2005) standen mit 50m, 100m und 200m Rücken sowie 200m und 400m Freistil fünf Starts auf dem Programm.
In welch herausragender Verfassung er sich aktuell befindet, zeigte er in Form von vier neuen persönlichen Bestzeiten (die 5. wurde nur ganz knapp verpasst), einer weiteren Qualifikationszeit für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften über 200m Rücken von 2:23,59 sowie einer Silbermedaille über 100m Rücken (1:04,05) und einer Bronzemedaille über 50m Rücken (0:30,01).
Ein rundum nahezu optimaler Wettkampf als für Max.
Jetzt heißt es für ihn: fit bleiben und in Berlin ins Finale „stürmen“!

Maximilian Hagl bei der Verleihung seiner Bronzemedaille über 50m Rücken.

Ebenfalls seit dem Trainingslager leicht angeschlagen startete Claudius Lindner (JG 2005) in seine ebenfalls 5 Rennen, kam hier aber auch nicht auf seine eigentlichen starken 100 %.
Über 50m Schmetterling und 200m Rücken schlug er je als 11. an und verpasste damit eine Top-10-Platzierung.
Mit dem jeweils 4. Platz verpasste er in den Rennen über 50m (0:29,90) und 100m (1:04,77) Rücken die Podestplätze nur knapp, was in seiner normalen Form sicherlich nicht so passiert wäre.
In seinem 5. Wettkampf über 50m Freistil legte er über die ersten 25 Meter ein Spitzenrennen hin, konnte das Tempo aber aufgrund seiner gesundheitlichen Situation nicht aufrechterhalten und verpasste auch hier die Qualifikation für Berlin nur knapp.

Anbei das ausführliche Protokoll der SDJM in Wetzlar.

Bereits einen Tag vorher, am Freitag, 03.05.2019, machten sich Larissa Heinemann, Maria Kapfer, Isabell Schiller, Josy Urban, Emma Weiß, Fabian Heinemann, Joshua Hollweck sowie Christoph und Raphael Mooser auf in Richtung Süddeutsche Meisterschaften 2019 in Freiburg.

Larissa Heinemann (JG 2003) legte einen furiosen Start hin und gewann mit einem 2. Platz über 50m Schmetterling (0:29,45) und ebenfalls einem 2. Rang über 50m Freistil (0:27,40) gleich 2x die Silbermedaille. Sie ist damit die erfolgreichste Teilnehmerin der Delphine aus Ingolstadt.
Über 50m Brust und 100m Schmetterling wurde sie zudem noch 2x 5.
Und im Rennen über 100m Freistil wäre sicherlich deutlich mehr für Larissa (22.) drin gewesen, wäre die Pause nach den 50m Schmetterling mit lediglich 15 Minuten nicht deutlich zu kurz angesetzt worden.
Jetzt gilt es nach vorne zu schauen, die Leistungen zu konservieren bzw. weiter auszubauen, um den langgehegten Traum vom Finale bei den DJM in Berlin wahr werden zu lassen.
Wir sind uns sicher, Larissa wird es schaffen!

Larissa (2. von rechts) mit ihren beiden Silbermedaillen zusammen mit den anderen Medaillengewinnern Emma Weiß, Max Hagl und Sara Krönert (von links).

Maria Kapfer (JG 2003) geht aktuell in die 10. Klasse und befindet sich in ihrem Abschlussjahr, bevor es auf die Fachoberschule geht.
Bei ihr geht es als Trainingsweltmeisterin darum, ihre stahlharten Nerven aus dem Training auch auf die Wettkämpfe zu übertragen.
In ihren Rennen über 50m und 200m Freistil, 200m Brust, 50m und 200m Rücken, 50m Schmetterling sowie 200m Lagen gelangen ihr über 200m Brust in 2:56,01 (9. Rang) und über 200m Rücken in 2:30,36 (7.) zwei Top-10-Platzierungen.
Das bedeutet leider NOCH keine Qualifikation für Berlin – letzte Chance bietet sich in Erlangen.

Auch hier hat die Grippe zugelangt und Isabell Schiller (JG 2003) die Wochen vor der SDM fest im Griff. Das Training hat hier auch darunter gelitten, sodass Isabell leider eine zusätzliche Qualifikation für die DJM über 100m Rücken (9. in 1:10,95) verpasste.
Auch in ihren anderen Rennen über 50m Freistil, 100m und 200m Brust, 50m und 200m Rücken sowie 200m Lagen kam sie nicht an ihre gewohnten Leistungen heran.
Zum Glück hatte sie mit einer Zeit von 2:30,98 im Rennen über 200m Rücken (10. Platz) die Qualifikationszeit für Berlin erreicht.
Vielleicht klappt es ja bei ihr auch noch mit anderen Distanzen und Disziplinen in Erlangen.

Unser 2. Rookie, Josy Urban (JG 2003), startete ebenfalls zum ersten Mal bei den SDM und schwamm mit 0:29,14 über 50m Freistil gleich persönliche Bestleistung.
Herzlichen Glückwunsch – besser geht es kaum!

Mit Emma Weiß (JG 2004) gesellte sich dank eines sehr guten Wettkampfes eine weitere Schwimmerin der Delphine aus Ingolstadt zu den Medaillenträgerinnen und -trägern.
Über 50m Brust und einer Zeit von 0:34,94 sicherte sich die Brustspezialistin den 3. Rang und bekam dafür Bronze um den Hals gehängt.
Sie zeigte damit auch, dass sie diese Disziplin trotz permanenter Wachstumsumstellungen immer noch beherrscht!
Über 100m Brust wurde sie zudem 8.
In den Rennen über 50m (0:27,58) und 100m (1:03,29) Freistil schlug sie außerdem mit neuer persönlicher Bestzeit an und über 50m Rücken qualifizierte sie sich in 0:32,44 für die DJM in Berlin.

Auch Fabian Heinemann (JG 2001) hatte während des Trainingslagers mit einer Erkältung zu kämpfen, was ihn bei den SDM in Freiburg leider ebenfalls an das Heranschwimmen an seine bekannten Bestzeiten hinderte.
Dies war vor allem in seinen eigentlichen Lieblingsläufen 50m (9. in 0:25,21) und 100m (8. in 0:55,56) Freistil sichtbar.
Über 50m Rücken kam er auf einen guten 5. Platz und über 50m Schmetterling als 10. noch in die Top-10. Allerdings verpasste er hier zum wiederholten Mal die Qualifikation für die DJM.
Vielleicht klappt es ja in einer Woche bei den Wettkämpfen in Erlangen.
In der Disziplin Freistil ist er über die Distanzen 50m und 100m bereits für Berlin qualifiziert.

Da Joshua Hollweck (JG 2001) sich in diesem Jahr richtiger Weise auf das Ablegen seines Fachabiturs konzentriert, hat es für ihn heuer „nur“ zu den Qualifikationen für die Nebenstrecken gereicht.
In den Rennen über 50m (0:26,05) und 100m (0:56,95) Freistil kam er nicht an die Top-10-Platzierungen und seine Bestzeiten heran, was auch voraussichtlich die Nicht-Teilnahme bei den DJM in Berlin bedeutet. Auch er war im Vorfeld leicht gesundheitlich angeschlagen.
Wir freuen uns auf ihn im nächsten Jahr!

Für Christoph Mooser (JG 1999), der in diesem Jahr seinen „Bundesfreiwilligendienst“ bei den Delphinen Ingolstadt absolviert und zudem noch Trainer der 2. und 3. Wettkampfmannschaft ist, blieb kaum noch Zeit für das eigene Training, auch im Hinblick auf die SDM in Freiburg.
Die Zeit im Trainingslager auf Kreta hat er umso effektiver genutzt und gut trainiert, was aber die fehlenden Einheiten davor nicht ganz wettmachten konnte und sich auch in der fehlenden Konkurrenzfähigkeit in der offenen Klasse niederschlug.
Neben seinen eigenen Läufen über 50m (27. Platz), 100m (15.) sowie 200m (14.) Brust agierte Christoph zudem als Betreuer und Trainer für die anderen Schwimmerinnen und Schwimmer.

Raphael Mooser (JG 2001) absolviert bereits eine Ausbildung, die ihn zeitlich doch sehr einspannt. Dies hat die ein oder andere fehlende Trainingseinheit und auch die Nichtteilnahme am Trainingslager zur Folge.
Dennoch schlug er über 100m Brust als respektabler 8. an und schaffte über 50m Brust in 0:31,75 die Qualifikation für die DJM in Berlin.

Anbei das ausführliche Protokoll der SDM in Freiburg.

Emma Weiß mit Bronze über 50m Brust
Larissa Heinemann mit 2x Silber über 50m Schmetterling und 50m Freistil
Sara Krönert mit Silber über 50m Schmetterling
Max Hagl mit Silber über 100m Rücken und Bronze über 50m Rücken

Trotz genannter Hindernisse und Vorzeichen schlugen sich die Schwimmerinnen und Schwimmer des SC Delphin Ingolstadt e.V. mehr als wacker und konnten mit insgesamt 6 Medaillen auf eine sogar positivere Bilanz gegenüber dem Vorjahr zurückblicken. Darauf können sie sehr stolz sein.
Und bedenkt man noch die vielen „Grippefälle“, lässt das auf ein noch erfolgreicheres Jahr 2020 hoffen.

                        Mai 2019, Benedikt Fuchs