Bayerische Meisterschaften der langen Strecken in Würzburg

Lars Grundheber gewinnt den Titel über 1500 Kraul

Traditionell beginnt das Schwimmerjahr mit den Bayerischen Meisterschaften über die langen Distanzen. Am vergangenen Wochenende kämpften die Bayerische Mittel- und Langstreckler in Würzburg um gute Ergebnisse. Die Sportler des SC Delphin Ingolstadt hatten sich am Jahresanfang mit Skilanglauf und Schwimmen im Trainingslager in Schwung gebracht und wollten sich jetzt einem ersten Wettkampftest unterziehen.

Lars Grundheber (99) konnte an sehr gute Ergebnisse der Vergangenheit anknüpfen, begann seinen Wettkampf über die 1500 Meter Kraul mit großer Geschwindigkeit und bewies Stehvermögen auch im letzten Drittel der Strecke. Nach neuer persönlicher Bestzeit von 19:14,6 errang er den Titel in seinem Jahrgang. Auch auf der Lagenmittelstrecke über vierhundert Meter setzte er mit 5:31,7 einen vorläufigen Altersklassenbestwert, den nur ein Konkurrent aus Burghausen unterbieten konnte.

Fabian Müller (94) hatte sich wieder viel vorgenommen und die Vorbereitung entsprechend motiviert bestritten. Durch einen Virus gehandicapt schwamm er über die lange Kraulstrecke trotzdem noch zum sechsten Platz in der offenen Wertung (17:11,9), musste aber danach krankheitsbedingt das Handtuch werfen. Christopher King (94), ebenfalls gut vorbereitet am Start, konnte seine 1500-Meter-Bestzeit auf 17:53,0 drücken und damit den neunten Rang der offenen Klasse belegen. Die Vielseitigkeitsprüfung über vierhundert Meter beendete er nach 5:02,8 als 6. der Juniorenklasse. Ebenfalls in Medaillennähe schwamm Andreas Rein (Jahrgang 1999), der nach dem Trainingslager ansteigende Form nachweisen konnte. Mit 19:53 (1500 Kraul – 4.) und 5:50,7 (400 Lagen – 5.) stellte er dabei persönliche Bestwerte auf. Simon Diepold (Jahrgang 1997) verbesserte sich über die lange Freistildistanz auf 19:08 (Rang 6) und über vierhundert Meter Lagen auf 5:21,7 (6.). Moritz Mayer powerte sich im Jahrgang 1996 über 1500 Kraul auf 18:21 (7.), genauso wie Lukas Meilinger mit 20:10,5 (7.) im Jahrgang 1999 und Quentin Wölflick (98) mit 5:37,2 (7.) über vierhundert Lagen. Livia Herle (1996) ging die 400 Meter Lagen mit Bestzeit auf den hundert Schmetterling an (1:16), um am Ende mit 5:35,0 auf den zehnten Platz einzukommen.

Delphine zeigen starke Leistungen beim 2. Sprintcup in Eichstätt

25 Schwimmer des SC Delphin waren am 14./15.01. beim 2. Internationalen Sprintcup mit Eichstätt dabei. Obwohl dieser Wettkampf sehr früh in neuen Jahr war und als Standortbestimmung genutzt werden sollte, konnten sich die jungen Delphine gegen die Konkurrenz behaupten und voll überzeugen. So stand am Ende mit 38x Gold, 18x Silber und 15x Bronze eine tolle Ausbeute zu Buche.

Voll überzeugen konnte einmal mehr Gina-Sophie Hildebrandt (02), die alle ihre 6 Rennen gewann und somit erfolgreichste Ingolstädterin war und sich mit ihren Zeiten in der bayerischen Spitze etablierte. Je 4x auf dem 1.Platz landeten Leon Maurer, Raphael Mooser (beide 01) und Timo Grundheber (2002) mit sehr starken Resultaten. Über drei Siege freuen konnten sich Kirsten Lehrer (96), Katharina Maria Spreng (97) und Sara Seidel (99) sowie Joshua Siegesmund (98). Zu den Siegern zählten auch Anabell Knoll (96), Jana Gottschalk (99), Madeleine Höfl (00), Sofie Nixdorf (00), Thomas Martens (00), Kevin Knauer (00), Uli Reinfeld (97), die alle mit mit weiteren Podestplätzen aufhorchen ließen.

Starke Leistungen, einige Medaillen und tolle Bestzeiten gab es für Valentina Bräu (97), SaschaNikola Santa (01)und Kevin Kertesz (00). Mit Podestplätzen und durch schnelle Zeiten überzeugen konnten auch Franziska Ertl (96), Paula Campos (01), Sabrina Brechtelsbauer (00), Jan Grundheber (96), Jonas Drieling (01), Joshua Hollweck (01) und Julian Billes (01)

Nach langer Pause wieder eine Liga-Mannschaft – Triathlon ist nichts für Schönwetter-Sportler

Im vergangenen Jahr war unser Ziel, mit einer Mannschaft in der Wertung zur Landesliga-Süd teilzunehmen. Um am Ende der Saison in die südbayerische Liga- Tabelle aufgenommen zu werden, war es erforderlich, dass an jedem der drei Triathlons mindestens drei Athleten teilnehmen bzw. ins Ziel kommen.

Der erste Wertungs Wettkampf am Waginger See im Berchtesgadener Land fand am 29. Mai statt und war für die meisten Athleten gleichzeitig der Start in die Triathlon-Saison 2011. Da der Startschuss bereits um 9 Uhr fiel, mussten wir bei kalten 7°C um 5 Uhr morgens aufbrechen. Die Temperatur-Anzeige im Auto wollte auf dem Weg nach Waging einfach nicht sonderlich steigen. Am Zielort angekommen ging es nach einer kurzen Rad- Streckenbesichtigung auf zum ersten gemeinsamen Sprint-Wettkampf (400m Schwimmen / 20km Radfahren / 6,7km Laufen). Als der Startschuss fiel, waren die „Kampfschwimmer“ im Vorteil, die erste Disziplin grenzte am Überlebenskampf! 😉 Aufgrund der kurzen Schwimmdistanz aber dennoch kalten Seetemperaturen, entschlossen sich einige Delphine ohne Neo an den Massenstart zu gehen um sich mit 400 Athleten zu messen. An der ersten Boje, nach 100m war die Keilerei noch größer als am Start. Die Wasserqualität des Waginger Sees ist auf jeden Fall gut und jeder bekam einen Schluck ab! So waren doch alle sehr froh, als sie ohne Schaden in die Pedalen treten konnten. Nach dem Wechsel ging es auf eine landschaftlich herrliche Radstrecke um den See. Auf der ersten Hälfte der Strecke entzerrte sich das Feld kaum, da es auf sehr schmaler Straße ständig auf und ab ging. Auf dem zweiten Streckenabschnitt kamen dann eher die Zeitfahrer zum Zug. Bummeln oder Erholen war aber trotzdem nicht möglich, weil man sonst bei einem Sprint Wettkampf schnell Plätze verliert. So hieß es bis zum zweiten Wechsel Gas zu geben und mit hohem Tempo auf die Laufstrecke zu wechseln Diese war gemäß dem gesamten Wettkampf wiederum sehr anspruchsvoll und führte uns weg vom See über einige Anstieg wieder zurück zur Promenade ins Ziel. Das erste Mannschaftsrennen hat allen Delphinen eine Menge Spaß gemacht. Die einen erfreuten sich an ersteigerten Strohhüten, die anderen an ihren Preisen. Nach einer guten Stärkung ging es dann mit einem Auto voller Blumensträußen und einer Ladung Bonifaz-Käse zurück nach Ingolstadt. In der Mannschafts-Wertung erreichten wir in Waging den 4. Platz.

Zwei Wochen später, am 10. Juni, fand der zweite Wertungs-Wettkampf in Gmund am Tegernsee statt. Aufgrund von einigen Terminüberschneidungen mussten wir im Unterschied zu Waging mit weniger Athleten zum Tegernsee reisen. Was sich allerdings nicht änderte, war das Wetter. Ähnlich früh machten wir uns bei starkem Regen, jedoch wesentlich angenehmeren Außentemperaturen von ca. 15°C auf den Weg. Die Startvorbereitungen können aber mit einem Dach über dem Kopf auch bei Regen Spaß machen. Unmittelbar vor dem Startschuss geschah dann neben dem Zieleinlauf das wohl herrlichste an diesem Tag: die Sonne kam zum Vorschein und bescherte uns einen wunderschönen Wettkampf über die Olympische Distanz (1,5 / 40 / 10) in phantastischer Voralpenlandschaft! Die Schwimmstrecke war dieses Mal sehr unspektakulär, quer durch den ca. 17°C kalten Tegernsee, sodass jeder seinen Rhythmus schwimmen konnte. Anschließend waren zwei anspruchsvolle Radrunden mit Wendepunkten zur Hälfte entlang des Tegernsees und zum Anderen durch die Hügellandschaft nördlich des Sees zu absolvieren. Die wohl größte Überraschung hatten sich die Veranstalter bis zum Schluss aufgehoben: die abschließenden 10 Laufkilometer hatten es in sich! Aufgrund unserer Streckenunkenntnis wussten wir zum Glück jedoch nichts davon. Gleich nach dem Anlaufen am Ufer des Sees mussten wir eine sehr steile Rampe erklimmen, bevor es bis zur Hälfte der Laufrunde ständig – mal mehr mal weniger steil – bergauf ging. Die letzten 5km ins Ziel wären mit frischen Kräften eher einfach gewesen. Wer auf dem „Gipfel“ noch Kraft hatte, konnte auf dem zweiten Laufabschnitt mit sauberer Technik und langen Schritten noch einiges auf die Konkurrenz gut machen. Im Zielbereich am Ufer des Tegernsees wartete das heiß ersehnte Finisher-Buffet auf ausgepumpte Triathleten. Beim Tegernseeer-Tal-Triathlon erkämpfte unser Team den 3. Platz.

Eine Woche nach unserem Heimrennen am Ingolstädter Baggersee wäre der dritte Wertungs-Wettkampf am Wörthsee über die Sprint-Distanz mit Windschattenfreigabe ausgetragen worden. Leider konnten wir hier keine Mannschaft stellen, sodass wir nicht in die Endabrechnung der Landesliga-Süd aufgenommen wurden. Lediglich unser Vielstarter Paul Borgmann stürmte auch am Wörthsee in die Fluten und erreichte mit einer Zeit von 1:27:02 den 39. Platz. Unser Resümee aus der zurückliegenden Liga-Saison ist durchweg positiv. Wir hatten jede Menge Spaß und Geselligkeit. Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir durchaus konkurrenzfähig sind. In der kommenden Saison wollen wir wieder angreifen und würden uns über jeden, der Lust hat Triathlon mitzuerleben, freuen!