Delphin-Crosstriathleten geben auf Hawaii alles

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Zwei Ausdauerkämpfer vom SC Delphin nahmen an der XTERRA World Championship in Maui Hawaii teil. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

„Work hard“ – das war der Begriff, der allen Crosstriathleten bei der XTERRA Weltmeisterschaft Ende Oktober in Kapalua auf der wunderschönen hawaiianischen Insel Maui zugerufen wurde.
Was der berühmte „IRONMAN“ auf Big Island für die Straßentriathleten bedeutet, das ist für die Crosstriathleten die XTERRA Weltmeisterschaft.
Blaues Meer, tropische Temperaturen und eine herrliche Kulisse am Fleming Beach, im Surfer Eldorado an den West Maui Mountains. Und genau dort kämpften die Delphin – Triathleten Josef Diepold und Winfried Forster mit den Besten der Welt um die vorderen Plätze.

Unsere Triathleten Winfried Forster links und Josef Diepold.

Vor dem Wettkampf erhielten noch alle Teilnehmer von einem hawaiianischen Priester den Segen.
1,5km schwimmen, aufgeteilt auf zwei Runden mit einem 100m langen Landgang bedeutet ergo viermal die zwei Meter hohen Wellen zu überwinden.

Es folgten 32km und ca. 1100hm mit dem Mountainbike, steile Rampen bergauf und enge, winkelige, teils flowige Trails durch den Urwald. Diese waren allerdings nur auf der Ideallinie super/schnell zu fahren. Einmal von jener abgekommen, machten Bäume, Sträucher und ein loser Untergrund die Fahrt gefährlich.

Josef Diepold ganz auf die anspruchsvolle Strecke fokussiert.

Der abschließende 10,5km Trail-Run mit 360hm bei extremen Steigungen war nicht nur auf den ersten vier Kilometern eine große Herausforderung. Auch beim Bergablaufen war durch die vielen Wurzeln und 180°-Kehren im dichten Hawaiianischen Dschungel Konzentration gefragt.

Zum Auftakt der Profis ging noch ungünstiger weise ein einstündiger Regenschauer nieder, der die Sachen in der Wechselzone durchnässte und den Bike-Kurs am Anfang in eine kleine Rutschparty verwandelte. Doch dann brannte die Pazifiksonne wieder wie gewohnt herab und trocknete die Strecke ab.

Die Sonne schien schon über Winfried Forster, der Untergrund war aber noch ganz schön matschig.

Vollgas war die Devise für Josef Diepold und so sprintete er als 3. nach dem Schwimmen schon nach 27min die 200m zur Wechselzone hinauf.
Auf dem extrem anspruchsvollen, am Anfang auch noch glitschigen Radkurs ging Sepp nach einem schnellen Wechsel dann als erster auf die Laufstrecke und baute den Vorsprung sogar noch aus.
Nach den ersten 5km, das anspruchvollste Stück gemeistert und den Vorsprung ausgebaut, verletzte er sich nach einer kleinen Unachtsamkeit am Fuß und konnte dadurch nur unter extremen Schmerzen weiterlaufen.
So musste er kurz vor dem Ziel noch 2 Konkurrenten vorbeiziehen lassen und den schon sicheren WM Titel in der AK55 dieses Jahr wehmütig abschreiben.
Der letztendlich erreichte 3. Platz in der AK55 der XTERRA WM und Platz 5 in der begehrten Kombiwertung aus IRONMAN und XTERRA WM über alle Klassen ist eine echt starke Leistung.

Winfried Forster in der Laufdisziplin.

Winfried wechselte nach muskulären Problemen beim Schwimmen als 27. aufs Rad und versuchte am Anfang so locker wie möglich die steilen Rampen zu fahren, um das krampfen der Beine zu überstehen.
Auf den Trails waren dann aber viele Athleten vor ihm.
Da ein Überholen fast nicht möglich war, versuchte er weiter locker zu fahren.
In der 2. Runde ging es immer besser, sodass er sich bis auf Platz 8 vorarbeiten konnte und so dem Ziel der TOP 10 näher kam.
Beim Bergauflaufen und -gehen an den steilen Rampen ging der Puls auf Anschlag.
Bergab war es wegen der vielen Wurzeln und Baumstumpfe sehr anspruchsvoll zu laufen.
Auf den letzten 500m am Strand und einem nachfolgenden kurzen Anstieg ging das grandiose Erlebnis XTERRA WM Maui zu Ende.
Mit einem guten 7. Platz und als zweitbester Deutscher in der AK55 nach Diepold gab er sich sehr zufrieden.

Bericht: Winfried Forster

Triathlon am Ammersee am 13.07.2019 (Wettkampf 4 von 4)

Sprint mit Windschattenverbot in Riederau (0,75 – 20 – 5)

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Beim Saison-Finale in Riederau am Ammersee gingen Tobias Bayerlein (01:10:28), Daniel Mamot (01:14:33) und Bernhard Danner (01:21:59) für den SC Delphin an den Start.

Um 11:50 Uhr fiel der Startschuss für den letzten Wettkampf der Saison 2019. Im klaren aber recht welligen Ammersee wurden rund 900m über eine Runde geschwommen. Die etwas längere Schwimmstrecke spielte den Athleten des SC Delphin jedoch in die Karten. Somit ging es nach 16:08min mit der Führungsgruppe in die etwa 500m entfernte Wechselzone am Ammersee Gymnasium.

Da für dieses Rennen Windschattenverbot galt, waren auf der Radstrecke überwiegen Zeitfahrräder unterwegs. Über die fünf sehr flachen Runden ging es also mit gutem Druck auf dem Pedal und hohem Tempo über die 20km. Glücklicherweise kamen alle Delphine nach den häufigen, engen Wendepunkten sturzfrei wieder zurück in die Wechselzone.

Von dort aus ging es nach einem schnellen Wechsel auf die ebenso fünf Runden lange Laufstrecke. Hier mussten die Athleten relativ unspektakulär 4x über den gesamten Sportplatz des Ammersee Gymnasiums laufen, um am Ende der 5. Runde dann den Zieleilauf anvisieren zu können. Am Ende reichte es für den SC Delphin für einen glücklichen Platz 15. Damit war auch die Endplatzierung in der Landesliga Süd der Saison 2019 auf den 15. Platz festgesetzt.

Nachdem sich die drei Athleten im Ziel wieder etwas gestärkt haben, blickten sie noch auf die jetzt vergangene Saison zurück und beschlossen kurzer Hand, sich für die Saison 2020 wieder anzumelden! Ziel ist natürlich, die Endplatzierung im Vergleich zum Vorjahr deutlich in Richtung vorderes Mittelfeld zu verlagern.

Nach der Saison ging es für die meisten Liga-Athleten noch zu etlichen weiteren Triathlon Veranstaltungen, um danach die Sommerpause richtig genießen zu können.

Unsere Triathlon-Delphine von links: Tobias Bayerlein, Bernhard Danner und Daniel Mamot.



30. Unterallgäuer Triathlon am 29.06.2019 (Wettkampf 3 von 4)

Olympisch mit Windschattenverbot in Ottobeuren (1,5 – 40 – 10)

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Am letzten Juni Wochenende starteten Daniel Mamot (02:22:36), Tobias Bayerlein (02:24:48), Bernhard Danner (02:39:33) und Volker Simm (02:42:06) in Ottobeuren zum dritten Landesliga Wettkampf.

Wettkampfbericht aus der Sicht eines gescheiterten Altersklassen-Athleten:

Nachdem ich mich bei meinem letzten Start in Ottobeuren so richtig blamiert hatte (bin statt vier Runden nur drei gelaufen und damit disqualifiziert worden), wollte ich es diesmal auf jeden Fall besser machen.

Die äußeren Bedingungen waren perfekt, einem guten Renntag schien also nichts im Wege zu stehen. Als „alter Delphin“ störte mich das Neoprenanzug-Verbot nicht. Bei angenehmen 26 ° C stürzte ich mich, gemeinsam mit meinen Mannschaftskollegen, in die Fluten. Dann nahm das Unheil seinen Lauf: Wegen der geringen Größe des Sees waren zwei Landgänge nötig, um auf die 1500 Meter Schwimmdistanz zu kommen. Beim zweiten Landgang zog ich mir, wie ich später erst bemerkte, eine 3 cm lange Schnittwunde zu, was aber beim Schwimmen nicht hinderlich war.

Doch beim Laufen in die erste Wechselzone war die Verletzung deutlich spürbar (spielte aber auf der äußerst selektiven Radstrecke keine Rolle). Leider hatte ich nach ca. 500 Metern auf dem Rad eine Panne. Auf dem holprigen Zubringer zur Hauptstrecke sprang mir meine Kette heraus. Das brachte mir mindestens zwei Minuten Zeitverlust und ölverschmierte Hände ein. Hinzu kam, dass eine entscheidende Beschilderung auf der Wettkampfstrecke falsch angebracht war. Insgesamt mussten drei Runden gefahren werden, was aber auf dem letzten Schild vor Ottobeuren definitiv anders beschrieben war. Durch meine schlechte Erfahrung vom vorherigen Jahr wollte ich es diesmal unbedingt besser machen und fragte einen Streckenposten, doch der konnte mir auch nicht weiterhelfen (Warum steht er dann überhaupt da?). Erst die Nachfrage bei einem anderen Teilnehmer, dem die Tücken bei der Beschilderung auch aufgefallen waren, brachte Klarheit. Nach ziemlich genau 40 Kilometern, aber einem deutlichen Zeitverlust gegenüber meinen Mannschaftskameraden, machte ich mich auf die Laufstrecke.

Jetzt spürte ich meine Wunde am Fuß wieder, die heißen Temperaturen (34 ° C) und die hügelige Laufstrecke rund um den Ottobeurer Dom taten ihr Übriges. Nach schweißtreibenden 10 Kilometern und diesmal vier Runden (!) kam ich völlig abgekämpft und etwas zerknirscht ins Ziel. Immerhin gab es dort ordentlich zu Trinken und zu Essen. Aber: Ottobeuren und ich werden keine Freunde mehr;-). Dass es auch anders geht bewiesen meine Mannschaftskollegen Daniel Mamot, Tobias Bayerlein und Bernhard Danner, die allesamt in die Wertung kamen und einen 13. Platz erkämpften. Gleich mit dem Startschuss setzte sich Tobias in der Spitzengruppe fest, während Bernhard und Daniel versuchten den Anschluss zu halten. Nach den beschriebenen drei Schwimmrunden ging es auf die sehr selektive Radstrecke. Tobias und Daniel konnten hier ihre Radstärke voll ausspielen. Auf der Laufstrecke kam es dann zu einem Showdown zwischen Tobias und Daniel. Tobias musste dem hohen Rad Tempo sowie den hohen Temperaturen Tribut zollen und wurde auf der dritten Runde immer langsamer, was Daniel ausnutzte und an Tobias vorbeiziehen konnte.

Unsere Triathlon-Delphine von links: Volker Simm, Daniel Mamot, Tobias Bayerlein und Bernhard Danner.


31. Tölzer Triathlon am 02.06.2019 (Wettkampf 2 von 4)

Sprint mit Windschattenfreigabe in Bad Tölz (0,75 – 20 – 5)

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Am 1. Juni Wochenende starteten wir (Tobias Bayerlein (01:09:48), Daniel Mamot (01:10:42), Norbert Meilinger (01:11:03) und Bernhard Danner (01:16:16)) in Bad Tölz zum 2. Landesliga Wettkampf.

Das Schwimmen wurde im Kirchsee unweit der Klosterbrauerei Reutberg gestartet. Bei herrlichem Sonnenschein waren die 750m am frühen Morgen mit Neofreigabe problemlos zu absolvieren. Dabei kamen Tobias und Norbert, sowie Daniel und Bernhard zeitgleich aus dem Moorsee.

Bevor das Radfahren mit Windschattenfreigabe begann, wurde noch schnell der Wechselbeutel am Wegrand aufgesammelt und sich im Wechselzelt umgezogen. Im Anschluss ging es auf eine wunderschöne Radstrecke, auf der zwei Schleifen gefahren wurden, bevor es zur dritten Disziplin nach Bad Tölz ging. Kurz vor der Wechselzone waren zwei 180° Kurven zum Stadion bei trockenem Wetter keine Herausforderung. Tobias und Daniel konnten ihr Potential auf der 20 km-Strecke innerhalb schneller Radgruppen ausschöpfen, während Bernhard und Norbert nicht immer diese Möglichkeit bekamen. Tobias wäre wohl noch weiter vorne gewesen, hätte sich seine Gruppe nicht verfahren.

Die abschließende Laufstrecke führte bei heißen Temperaturen bis zum Wendepunkt stetig bergauf. Kurios sind die Treppenstufen, die zu Beginn der Strecke bewältigt werden müssen. Bis zum Wendepunkt konnte Norbert zu Tobias aufschließen. Obwohl sich Tobias und Daniel, der die schnellste Laufzeit der Ingolstädter erzielte, von Norbert absetzten, kamen die Drei relativ kompakt ins Ziel.

Leider konnten wir uns nach diesem Ligawettkampf in der Gesamtwertung nicht verbessern, jedoch haben wir den aktuellen Platz gehalten.

Die Hoffnung liegt jetzt bei den Startern im nächsten Wettkampf in Ottobeueren!

Unsere Triathlon-Delphine von links: Bernhard Danner, Daniel Mamot, Norbert Meilinger und Tobias Bayerlein.