22. Ammersee-Triathlon

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Wettkampf 3 von 4 (09.07.2022)
Sprintdistanz (750m / 20km / 5km)

Die Ingolstädter Delphine machen dank starker Mannschaftsleistung und Platz zwei in der Tageswertung großen Sprung in der Tabelle der Landesliga Süd.

„Heiß wie Frittenfett“ reiste die Delphin-Crew um Teamchef Daniel Mamot, den ‚Burschen‘ Lukas Ostermeir, Tobias Bayerlein und Malte Staehr am Samstag (09.07.2022) an den Ammersee, um den dortigen Landesliga Triathlon zu rocken. Bereits bei der Anfahrt zeichnete sich ab, dass es für die Ingolstädter ein genialer Triathlon-Tag werden könnte. Die Wettervorhersage kündigte einen sonnigen Tag und um die 25 Grad an – damit  perfektes Triathlon-Wetter. Außerdem schienen alle vier Athleten einigermaßen pünktlich und mit vollständiger Ausstattung am Austragungsort zu erscheinen.

Da es sich beim Ammersee-Triathlon um eine vergleichsweise kleine (aber sehr liebevoll organisierte) Veranstaltung handelt, waren die notwendigen Vorbereitungen: Strecken-Besichtigung und das Einrichtung der Wechselzone schnell erledigt. Sodass sich das Team dem Aufwärmen und dem obligatorischen Trash-Talk widmen konnte. Die Kampfansage des ESV Ingolstadt, dass sie ein extrem starkes Team am Start hätten und es für die Delphine an dem Tag schwer werden würde sie zu schlagen, ließ uns allerdings völlig kalt. Schließlich hatte ein Großteil der Mannschaft zwei Tage zuvor die Beine beim Ingolstädter Firmenlauf ‚angetestet‘ und sie für extrem gut befunden. Zudem hatte das jüngste Teammitglied Lukas nur sechs Tage vorher in Roth für Furore gesorgt und dort mit einer bärenstarken Leistung den Sieg in seiner Altersklasse errungen. Er brannte darauf bei der kürzeren und damit deutlich dynamischeren Sprintdistanz über 750m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen richtig Gas zu geben.

Pünktlich um 10:35 fiel der Startschuss und das Team stürzte sich mit rund 80 weiteren Triathleten aus 20 Mannschaften in den Ammersee, in dem aufgrund der hohen Wassertemperatur ohne Neopren geschwommen wurde. Dies und die Tatsache, dass die Schwimmstrecke vermutlich etwas länger als 750m war, spielte den schwimmstarken Ingolstädtern in die Karten. So konnten Tobias und Malte mit der Spitzengruppe das Wasser verlassen. Tobias gelang dies mit einer sehr starken Schwimmleistung – Malte mit Delphinsprüngen bis zur ersten Boje. Daniel und Lukas konnten sich im vorderen Drittel des Feldes positionieren. Da das Reglement beim anschließenden Radfahren das Windschattenfahren erlaubte, war es wichtig sich auf dem langen Weg in die erste Wechselzone in einer Gruppe festzusetzen und einen fehlerfreien ersten Wechsel hinzulegen. Dies meisterten die Ingolstädter lehrbuchmäßig, sodass alle Athleten in gut funktionierenden Gruppen auf die Radstrecke gehen konnten. Auf den fünf flachen Runden, gab es insgesamt wenig Veränderung im Feld. Allerdings legte sich Daniel in einem der ersten Wendepunkte so sehr in die Kurve, dass er mit seiner Pedale den Asphalt berührte und dabei sein Wattmessgerät in Mitleidenschaft zog. Da die Wattzahlen, die Daniel im Wettkampf üblicherweise tritt, ohnehin weit außerhalb des Messbaren liegen, hatte dies aber keinen nennenswerten Einfluss auf das weitere Renngeschehen. Bis auf dieses technische Malheur, überstand das Team die Radstrecke unbeschadet. Im abschließenden Lauf auf der kräftezehrenden Schulhof-Runde konnte vor allem Lukas überzeugen und sich dank seiner Laufstärke auf den 12. Platz vorschieben. Malte beendet mit soliden Leistungen in allen drei Disziplinen den Wettkampf auf dem 3. Platz. Tobias erreicht mit dem 24. Platz sein bisher bestes Ligaergebnis. Daniel komplettierten im Mittelfeld die sehr gute Ingolstädter Mannschaftsleistung, die in der Endabrechnung Platz zwei bedeuten sollte.

Tobias Bayerlein, Lukas Ostermeir, Daniel Mamot und Malte Staehr (von links) auf dem 2. Podiumsplatz.

Damit zeigten die Delphine, die in dieser Konstellation zum ersten Mal auftraten, das beste Ergebnis in diesem Jahr. Trotz des sensationellen Wettkampf ordnet Teamchef und Chefstratege Mamot die Leistung realistisch ein: „Diese Jahr wird es schwer mit dem Aufstieg, aber im nächsten Jahr greifen wir an! In dieser Saison werden wir uns darauf konzentrieren, den ESV in Schach zu halten!“

Geschafft aber glücklich: Lukas Ostermeir, Daniel Marmot, Malte Staehr und Tobias Bayerlein (von links).