Die Ingolstädter Delphine und der Corona-Virus

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Der Deutsche Schwimmverband (DSV) hat entschieden, bis zum 31. Mai 2020 alle DSV-Veranstaltungen auszusetzen.
Für die Ingolstädter Delphine trifft es insbesondere die Wettkampfgruppe 1A (WK1A) hart, die sich seit Monaten für den Saisonhöhepunkt Ende Mai, die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Schwimmen in Berlin, vorbereitet hat. Neun Sportler/innen (Jahrgang 2008 bis 2003) haben sich bereits qualifiziert und sind sehr enttäuscht und verunsichert, ob es dieses Jahr überhaupt eine Deutsche geben wird, berichtet Sascha Kuhls, Trainer der WK1A Gruppe und Abteilungsleiter Schwimmen des Vereins SC Delphin Ingolstadt e.V. Er betont dabei die unabdingbare Notwendigkeit, dass die Kinder und Jugendlichen, die bis zum 15. März sechs bis sieben Mal in der Woche trainiert haben, auch in dieser Krisensituation weiterhin „sporteln“. Andernfalls kann dies insbesondere bei spontanem, absolutem und langfristigem Trainingsrückgang nachhaltig ernsthafte, gesundheitliche Einschränkungen und Konsequenzen zur Folge haben.

Kuhls nimmt seine Verantwortung als Trainer sehr ernst und erstellt mit seinem Trainerteam Sebastian Mahr und Alexander Staudt jede Woche einen neuen Heim-Trainingsplan für seine Schützlinge. Diese bekommen per E-Mail einen Trainingsplan mit verschiedenen Aufgaben, die sich nach Athletik und Kraft sowie Ausdauer unterscheiden. Kuhls verlangt einmal die Woche ein Protokoll der absolvierten Einheiten des Trockentrainings der Schwimmer, um die Leistungen der Kinder aus der Ferne kontrollieren zu können.

Auch für die kleineren Delphine der Wettkampfgruppe 2A unter Verantwortung des Trainers Horst Weinholz, der fünf bis sechs Mal die Woche ein Training anbot, werden Athletik-Videos zur Verfügung gestellt.
Die Kinder bekommen in regelmäßigen Abständen neue Übungen auf YouTube und Instagram eingestellt, die sie per Video mit dem Trainer zu Hause absolvieren.
„Das Wohlbefinden der Athletinnen und Athleten steht bei mir an oberster Stelle. Es ist nicht zu vernachlässigen, dass sich bei den Kindern durch fehlende Trainingsangebote, entfallenden Schulsport und die Empfehlung zur Vermeidung (sozialer) Beschäftigungen außerhalb des Hauses ein deutlicher Bewegungsmangel feststellen lassen könnte“, weist Weinholz hin. Es ist deshalb wichtig, den Kindern mit den Videos einen festen Anker und sportlichen Ausgleich im Alltag zu geben. Die Eltern der Kinder begrüßen die Video-Angebote des Vereines. „Besonders in diese schwierigen Zeiten hat Weinholz es geschafft, dass die Kinderaugen leuchten“, sagt Christine, Mutter von Moritz begeistert.

Moritz beim Athletik üben zu Hause mit seinem Trainer Horst Weinholz (auf dem Bildschirm)

Auch die Kinder sind sehr dankbar für die Videos. „Horsts Videos machen MEGA viel Spaß, vor allem wenn man Langweile hat“, erklärt Alexander enthusiastisch. Er wartet sehnsüchtig und freudig auf neue Videos!

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